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Willkommen beim Preis für Bildungs- und Wissenschaftsdiplomatie des BMBF

Das BMBF prämiert Vorreiter in der Bildungs- und Wissenschaftsdiplomatie.

Team von Forschenden bei einer Arbeitsbesprechung

Team von jungen Forschenden während einer Arbeitsbesprechung

AdobeStock / fizkes

Wofür Bildungs- und Wissenschaftsdiplomatie?

Spätestens mit Beginn der COVID-19-Pandemie hat sich gezeigt: Bildungs- und Wissenschaftsdiplomatie kann Leben retten. Die Pandemie hat uns wie durch ein Brennglas die Bedeutung von Bildung und Wissenschaft vor Augen geführt.

  • Die Wissenschaft zeigt innovative Lösungswege zur Bewältigung von gesellschaftlichen Herausforderungen auf. Die Ausbildung von Forschenden und Fachkräften ist dabei eine wichtige Investition in die Zukunft, um Innovationen für mehr Wohlstand und zum Nutzen der Gesellschaft zu ermöglichen und umzusetzen.
  • Wissenschaftliche Erkenntnisse sind eine wichtige Grundlage für politische Entscheidungen.
  • Internationale Kooperationen in Bildung und Wissenschaft verbinden über Grenzen hinweg und schaffen vertrauensvolle und nachhaltige Partnerschaften. Sie machen deutlich: Nur gemeinsam sind wir stark.

Das BMBF prämiert daher Vorreiter der deutschen Bildungs- und Wissenschaftsdiplomatie (BWD). Mit dem Preis für Bildungs- und Wissenschaftsdiplomatie, kurz BWD-Preis, werden erfolgreiche bildungs- und wissenschaftsdiplomatische Initiativen gewürdigt. Sie erhalten mit der Förderung die Möglichkeit, intensive Kommunikationsarbeit zu leisten. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden für ein Jahr ihre bildungs- und wissenschaftsdiplomatischen Aktivitäten sowohl in Deutschland als auch im Ausland einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Diese sollen die verschiedenen Facetten von Bildungs- und Wissenschaftsdiplomatie aufzeigen und dabei unterstützen, das Potential von Bildungs- und Wissenschaftsdiplomatie künftig noch stärker nutzen zu können. Ein Einblick in die Vielfalt von Bildungs- und Wissenschaftsdiplomatie findet sich auf dieser Seite.

Jury- und Publikumspreis

Eine unabhängige Jury hat drei erfolgreiche Projekte der Bildungs- und Wissenschaftsdiplomatie mit einem innovativen Kommunikationskonzept ausgewählt.

Unsere Jury stellt sich vor:

Dr. Ralf Hermann

Ralf Herrmann

Porträt Dr. Ralf Hermann

Dr. Ralf Hermann leitet seit 2017 die Zentralstelle der Bundesregierung für Internationale Berufsbildungszusammenarbeit (GOVET) im BIBB. Den DAAD vertrat er von 2003-2007 an der Universität Belgrad und von 2008-13 als Leiter des Südafrika-Büros. Er unterstützte das BMBF in Forschungs­kooperationen und im forschungspolitischen Dialog (Afrika, Nahost) und beriet die Deutsche Welle Akademie in Kooperationsprojekten in Nordafrika. Hermann studierte und promovierte in interkultureller Germanistik und Afrikanistik (Leipzig, Edinburgh). Er lehrte in Leipzig, Belgrad und Johannesburg (Witwatersrand), wo er an Curriculumsreformen und Internationalisierungsprojekten in Hochschule und Forschung mitwirkte. Er ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik.


Prof. em. Rolf-Dieter Heuer

Porträt Heuer

Porträt Prof. em Rolf-Dieter Heuer

Chiussi

Prof. em Rolf-Dieter Heuer ist experimenteller Teilchenphysiker. Von 2004 bis 2008 war er Forschungsdirektor am DESY, von 2009 bis 2015 Generaldirektor des CERN.

Er war von 2016 bis 2018 Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, und danach turnusgemäβ ihr Vizepräsident. Seit 2017 ist er Vorsitzender des Rats des internationalen Synchrotronlabors SESAME. Prof. Heuer ist Mitglied des Senats der Helmholtz-Gemeinschaft, und Chair des Wissenschaftsberatungsgremiums SAM der EU-Kommission. Außerdem ist er Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina sowie anderer Akademien.


Dr. Heidemarie Kassens

Porträt

Porträt Dr. Heidemarie Kassens

Dr. Heidemarie Kassens ist Meeresgeologin am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Sie war Leiterin von 22 russisch-deutschen Schiffsexpeditionen, ist deutsche Direktorin des Otto-Schmidt-Labors für Polar- und Meeresforschung in St. Petersburg und trug entscheidend zur Gründung des russisch-deutschen Masterstudiengangs für Polar- und Meereswissenschaften POMOR bei. Sie ist Vorsitzende der marinen Arbeitsgruppe des International Arctic Science Committee und des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Gesellschaft für Polarforschung. 2017 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz am Bande für ihre herausragende wissenschaftliche Arbeit sowie ihre besonderen Verdienste um die deutsch-russische Nachwuchsförderung. Seit 2018 ist sie Mitglied im Deutsch-Russischen Forum.


Prof. Dr. Stefan Kuhlmann

Porträt Kuhlmann

Porträt Prof. Dr. Stefan Kuhlmann

Stefan Kuhlmann / University of Twente

Prof. Dr. Stefan Kuhlmann ist Professor für Science, Technology and Society und Leiter des Instituts Science, Technology, and Policy Studies (STəPS) an der Universität von Twente (NL). Er ist akademischer Direktor der niederländischen Graduiertenforschungsschule für Wissenschaft, Technologie und moderne Kultur (WTMC). Bis 2006 hatte er leitende Positionen am Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI inne und war Professor für Innovationspolitik an der Universität Utrecht. Er untersucht Forschung und technologische Innovation als soziale und politische Prozesse mit Schwerpunkt auf Governance und hat zahlreiche Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Forschung und der zur Innovationspolitik. Derzeit ist er Partner des EU-finanzierten Forschungsprojekts „S4D4C - Using Science for/in Diplomacy for Addressing Global Challenges”.


Dr. Katja Lasch

Porträt Lasch

Porträt Dr. Katja Lasch

Dr. Katja Lasch leitet seit Oktober 2019 die Außenstelle des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Neu-Delhi sowie das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus Neu-Delhi. Sie hat vor ihrer Tätigkeit in Indien das Referat „Internationales Forschungsmarketing“ im DAAD sowie das DAAD-Informationszentrum in Bukarest (Rumänien) geleitet. Davor war sie im internationalen Kulturaustausch tätig. Ihre beruflichen Schwerpunkte und Interessen liegen im Bereich internationale Hochschul- und Forschungskooperation, Forschungsmarketing sowie Entrepreneurship.


Markus Weißkopf

Porträt Weißkopf

Porträt Markus Weißkopf

 Christof Rieken / Wissenschaft im Dialog gGmbH

Markus Weißkopf ist seit dem 1. Januar 2012 Geschäftsführer der Wissenschaft im Dialog gGmbH in Berlin. Er war an der Entwicklung des Science Slam maßgeblich beteiligt und führte interaktive Formate wie die Fishbowls oder Hackathons ein. 2012 entwickelte er die Crowdfunding-Plattform sciencestarter.de, 2014 rief er das Wissenschaftsbarometer ins Leben. Markus Weißkopf studierte Politik und Management an den Universitäten Konstanz und Madrid. Von 2007 bis Ende 2011 baute er das Haus der Wissenschaft in Braunschweig auf und initiierte 2013 den Think Tank zur Zukunft der Wissenschaftskommunikation „Siggener Kreis“. Er ist seit 2016 Präsident der European Science Engagement Association (EUSEA).

Die drei ausgewählten Projekte werden eine Förderung in Höhe von 75.000 Euro für ein Jahr erhalten. Zudem wird unter den drei Gewinnern ein Publikumspreis verliehen. Dazu hatte die breite Öffentlichkeit die Möglichkeit, in einem Online-Voting abzustimmen.

Kurze Videos, in denen die drei ausgewählten Projektteams ihre Idee vorstellen, konnten bis zum 4. Januar bewertet werden. Das Video mit den meisten Stimmen erhält den Publikumspreis. Dies bedeutet für den Publikumsfavoriten zusätzliche 25.000 Euro Fördermittel, um mit der Öffentlichkeit und anderen Akteuren in Interaktion zu treten. Das Ergebnis des Online-Votings wird hier in Kürze bekannt gegeben.

Die drei Videos sind nach wie vor hier zu sehen.